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Top 10 Berghütten und Basislager rund um den Aconcagua

Der Aconcagua (6961 m) im argentinischen Mendoza ist der höchste Berg beider Amerikas und das Ziel zehntausender Bergsteiger pro Jahr. Er ist technisch kein Kletterberg — der Normalweg ist ein langer Hochgebirgsmarsch ohne Kletterei — aber die Höhe, das Wetter und die Logistik machen ihn zu einer ernsthaften Expedition. Das Basislager-System am Aconcagua ist entsprechend gut strukturiert.

1. Plaza de Mulas, Normalweg (4370 m)

Das Hauptbasislager am Normalweg (Ruta Normal) ist eines der größten Hochgebirgs-Basislager der Welt: bis zu 1200 Zelte in der Hochsaison (Dezember bis März), permanente Ärztestation, Satellitentelefon, Helikopter-Service, Restaurants, Wetterbüros. Plaza de Mulas ist der logistische Hub des Aconcagua; wer den Normalweg geht, verbringt hier mehrere Tage zur Akklimatisierung.

2. Nido de Cóndores (5570 m)

Das erste Hochlager über Plaza de Mulas liegt auf einem felsigen Grat mit spektakulärem Blick. Auf 5570 Metern ist Akklimatisierung spürbar; die meisten Expeditionen verbringen hier eine Nacht oder Übernacht-Akklimatisierungsaufenthalte. Wind und Kälte sind erheblich stärker als im Basislager.

3. Cólera / Camp 3 (6000 m)

Das zweite Hochlager auf dem Normalweg, oft „Camp Berlín" oder „Cólera" genannt, liegt auf ca. 6000 Metern. Hier schlafen Gruppen ihre letzte Nacht vor dem Gipfeltag.

4. Plaza Argentina (4200 m)

Basislager der Südrouten (Polish Traverse, Direct South Face) auf der argentinischen Ostseite des Berges. Ruhiger als Plaza de Mulas, kleineres Basislager, schwieriger zugänglich von Mendoza.

5. Plaza Francia (4200 m)

Tageswanderziel und Aussichtspunkt auf die Südflanke des Aconcagua. Keine permanenten Lager, aber ein eindrucksvoller Standort für die spektakuläre Südwand.

6. Confluencia (3400 m)

Das erste Lager auf dem Normalweg, nach zwei Tagen Trekking vom Parkeingang Los Horcones erreichbar. Pflichtübernachtung für Akklimatisierung.

7. Refugio San Martín / Refugio Jakob, Bariloche

Argentinische Hütten in der nahegelegenen Bergregion Bariloche (Nahuel-Huapi-Nationalpark) — nicht am Aconcagua selbst, aber Teil des argentinischen Hüttennetzes.

8. Refugio Agostino Rocca

Eines der kleineren Refugios im Gebiet, für Gruppen auf niedrigerem Tourismus-Niveau genutzt.

9. Camp Berlin (historisch, 5950 m)

Das historische Lager "Berlin" auf dem Normalweg, benannt nach einer deutschen Expedition. Heute oft als Teil der Route Cólera-Camp bezeichnet; das Schild steht noch.

10. Casa de Guías, Mendoza

Das Büro der argentinischen Bergführer in Mendoza ist die wichtigste Anlaufstelle für Aconcagua-Expeditionen: Permits, Wetterinformationen, Bergführervermittlung.

Planung und Permits

Alle Aconcagua-Besteigungen erfordern ein staatliches Permit (Mendoza Provincial Government), das je nach Saison und Gebiet 1000 bis 1500 USD kostet. Frühzeitige Buchung ist essenziell; die Hochsaison ist von Mitte Dezember bis Februar.

Auf der Karte erkunden

Plaza de Mulas, Refugio San Martín/Jakob und weitere Lager sind auf der interaktiven Karte eingetragen. Karte öffnen